Schiri, pfeif doch! // Der regelgerechte Rückblick auf den Bundesligaspieltag.

Dr. Jens Jeep
Absichtliches Handspiel? Passives Abseits? Zuerst den Ball getroffen und dann den Knochen gebrochen? Schiri, pfeif‘ doch!

Ob der Schiedsrichter aber pfeift oder auch nicht, Pfiffe aus dem Publikum sind ihm sicher. Meist abhängig von der betroffenen Mannschaft. Idealerweise aber auch von den geltenden Regeln. Wenn die übersehen wurden.

Fußballregeln, die jeder Fan zu kennen glaubt. Aber kaum einer gelesen hat. Wir haben es für Euch getan. Auch wenn das für einen begeisterten Juristen nicht leicht ist, der präzise Sprache und die Kunst der knappen Verständlichkeit schätzt. Und das unstrukturierte Wiedergeben von Einzelfällen eher nicht. Vor allem dann, wenn man dies auch noch Regeln nennt.

Beginnend mit der Saison 2020/2021 spricht Notar Dr. Jens Jeep in jeder Folge mit einem Gast über drei Entscheidungen vom vergangenen Spieltag. Nicht aus dem Kölner Keller, sondern nahe des Hamburger Hafens.

Und weil es nun endlich und leider zugleich den Videobeweise gibt, zeigen wir erst recht keine Bilder. Sondern sprechen über strittige Szenen, zugrundeliegende Regeln, Entscheidungen des Schiedsrichters nebst seiner Videoassistenten und schließlich vor allem darüber, ob das alles noch Sinn und Spaß macht. Nachzusehen sind die Szenen für Euch auf Eurem bevorzugten Streamingdienst.

Schiri‘, pfeif‘ doch. Der Podcast.
Drei Entscheidungen. Jeweils ein Schiedsrichter. Und meistens zwei Meinungen. 

Aktuelle Folge

In dieser Folge regt sich Notar Dr. Jens Jeep so richtig auf: War es beim letzten Spieltag noch ein Millimeter, der offenbar ausreichen sollte, ein Tor von Terodde gegen Hannover 96 zu einem Abseitstor zu machen (was mehr als fragwürdig war), so genügt jetzt offenbar schon, dass 20 Sekunden vor einem Tor ein Spieler beim Lauf aus dem Abseits noch mit einer Hacke näher am gegnerischen Tor war, als der vorletzte gegnerische Spieler. Wer Regeln so auslegt, der hasst das Fußballspiel und will es zerstören.  

Außerdem: Bestraft wird nicht etwa der Schauspieler, der einen Elfmeter schinden will, sondern der unschuldige Abwehrspieler, der sich über den Pfiff aufregt. Dazu ein Tor, das nicht fällt, weil es ohne Not und ohne Grund zu früh abgepfiffen wird. Und immer wieder Spieler, die sich über den Kontakt mit dem Gegner mehr freuen als über das Fußballspielen, woran sie angeblich gehindert werden. 

Dies alles und ein paar erklärende Worte zu den drei Möglichkeiten, wie der Wortlaut einer Regel mit der Realität in Einklang zu bringen ist. Und warum es nur eine der Möglichkeiten sinnvollerweise geben kann. 

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